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Präsenz auf Turnieren???

Veranstaltungen rund um das Historische Fechten (Seminare, Workshops, Ausstellungen, Vorführungen). Jeder kann hier eine ihm bekannte passende Veranstaltung eintragen oder dazu einladen.

Präsenz auf Turnieren???

Beitragvon HJZ » Donnerstag 24. April 2014, 12:33

Hallo zusammen, mal so rein zur Diskussion.
Was haltet ihr von solchen Turnieren wie hier aufgeführt?

http://hepphepphepp.de/tag/turnier/
Das Leben ist ein Spiel mit 100%tig tödlichem Ausgang.
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Re: Präsenz auf Turnieren???

Beitragvon Richard Cole » Montag 28. April 2014, 08:40

Gott der Gerechte.

Schwachsinnige Anglizismen

plus

Vereinspokale

gleich

Vereinskultur auf Bildzeitungsniveau . . .

"Fight" heißt sogar wörtlich "Fechten". "Langschwert" gibt es als Wort im Deutschen eher weniger. In den Quellen ist es auch unbekannt, zumal das Eigenschaftswort "Lang" nicht das Artefakt bezeichnet, sondern ganz klar die Fechtweise. Gleiches beim langen Messer, das Messer (Fresser) in langer Fechtweise, also Griffweise.

Wenn man schon die deutsche Sprache zu "Ich-mach-dich-Krankenhaus" verzieren möchte, dann wäre:

"Langhaltschwert" ganz gut, oder "Ichlangdichschwert", oder "Langdirschwert" - alles wesentlich besser und der heutige Sprachkultur folgend. Für Fantasy-Liebhaber, "Elbisch", "Landischwert" - da könnte man Tolkien vermuten.

Da "Schwert" nur "schwer" heißt, also Gegenstand aus Eisen, wäre als Name für die Waffe "Krass-Schwert besser, oder "Krank-Schwert". Also "Ich-dir-krass-Schwert" oder "ich-dir-krank-Schwert". Oder "ich-mach-dich-schwer-Krankenhaus" - mein Favorit, weil dem heutigen Sprachgebrauch extrem angepasst.

Fight Night - also Fechtnacht. Fight - Ficht - Fick heißt alles "Schlagen", "Hin und her bewegen. Das Spiel "Mühle" hat früher "Fickmühle" geheißen, also "Fechtmühle", es geht um Massenkampf, also Fechten im Chaos eines Buhurt. Angeblich hat Luther das Spiel in "Mühle" umgenannt und das Wort "Fick" entfernt. Mahlen heißt letztlich Schreiten, ähnlich wie Fechten (Fight) und Ficken (Fuck) sind hin und her bewegen.

Mühle heißt "mil" also Mahlen - durch Tretmühlen, die durch im Kreis laufen von Mensch oder Tier Bewegungsenergie nutzbar machen. "Mill" nennt man heute noch im Englischen einen Faustkampf (Fist fight), "to mill.

Über "mil" kommt man überdies leicht zu "tausend" - "milli" und zu "miles" und milites" - Soldat - Ritter und "Meile", tausend Schritt. "Tausend" "Thus Hundert" - also "Viel hundert" ist eine andere Ableitung, die wieder auf "mil" zurück geht. Hundert (Hun Zahl) ist auch ein militärischer Begriff, Militär - miles - mil alles geht auf "viel Bewegung" zurück - Fechten im Massenkampf, in dem Reihen - Mühlen, geschlossen werden.
Hun - Hunnen, heißen im MA Magoti, sind also ein Gotenstamm (Goti), Gote, Gott, heißt Deutscher. Also heißt "Hundert" soviel wie "Deutsch Zahl" - Hunderschaft war angeblich eine militärische Einheit bei dem Magoti - also Hunnen.

"Nacht" ist etwas kompilzierter, "Nahts", "Natt" - das wird, entgegen der heutigen Meinung, von "Nau" kommen, also "neu" (neuer Anfang - der Name Nau ist ein alter Name für das Sternzeichen Steinbock, der den letzten Monat des Jahres darstellte) - der Grund dafür ist, dass im alten Kalender und bei den Altgläubigen der Kalendertag mit Einbruch der Nacht beginnt, nicht mit den Anbruch des Tages, oder heute - völlig dummfugig, mit Mitternacht. Heute ist die Nacht das Ende und nicht der Anfang - die katholische Kirche macht es möglich. Im "Keltischen" und Indischen ist aber heute noch die Nacht der Anfang. Deswegen macht "Luzifer", der Lichtträger, auch Licht - mit seinem Aufgang erhellt er die Nacht, weil er, Sternzeichen Schlangenträger, den Drachen oder die Schlange trägt, die heute "Milchstraße" heißt. Die UNO hat übrigen, voller ernst, unsere Galaxis, die Milchstaße genannt wird, in "Helmut Schmidt Galaxis" umgetauft - kein Witz. In "Neumond" ist auch noch der alte Begriff drinne, weil dies der Anfang und nicht das Ende der Mondphasen ist. "Neumond" heißt überdies "Kalender", unser Begriff für Zeitzählung (Iden, Ida-(Feld), Eden ist der Vollmond). Also bedetuet Nacht "Night" nur "neu" oder "new".

Also wäre "Fuck Night" oder "New Fuck" wäre als Anglizismus viel klangvoller und für die meisten Deutschen, die Anglizismen nur halb oder gar nicht verstehen und kaum aussprechen können, viel eindrucksvoller, weil fast jeder Deutsche das Wort "Fuck" zu verstehen glaubt.

Pokal, Cuppa, also "Cup, kommt von Gal, Gral, Galli und heißt eigentlich Kreis, also Rund. Der Kelch ist der Gral, Pokal und damit das Wissen um Astrologie, also Religion - weil alles Himmlische sich nunmal in Kreisen bewegt, so wie sich alles Irdische in Graden bewegt. Pokale, also Kelche, zu gewinnen bedeutet Religionen, im MA oft als Frauen dargerstellt, zu gewinnen. Das passt super zum Begriff "Fuck Night" und trifft die ursprüngliche Motivation auf den Kopf.

Im Tarot kann man das schön sehen, MA-Denke pur.

Element Schwert - ist nichts anderes als der Krieg. Dies ist das ursprüngliche erste Element, Luft, so wie früher das Sternzeichen Wassermann der erste Monat (Mond) des Jahres war.

Element Münze - ist nicht anderes als Geld, also kommt man durch Krieg zu Geld. Die ist das Element Erde.

Element Feuer - ist nicht anderes als Sex, also kommt man durch Geld zum Sex. Dies ist das Element Feuer.

Element Wasser - der Kelch, Pokal, ist nicht anderes als Religion (die Frau als Eheweib). Dies ist das Element Wasser.

Was also der Taro/ Rota (Rad, Kreis) beschreibt ist also die menschliche Psyche, die nunmal extrem gewalttätig ist. Fechtschule oder Krieg führt zu Geld, Geld zu Sex, Sex zur Ehe. Wieder eine gute Herleitung für den Begriff "Fuck Night". Der Kreis (Rota) schließt sich mit Kindersegen, die wiederum Fechten und Krieg führen müssen, um zu Geld zu kommen - es entsteht ein ewiger Kreislauf, der bis heute andauert. Also ist es völlig menschlich sich um Pokale zu prügeln.

Wie auch immer - wer Freude am Gedengel hat sollte sich so etwas antun - ist ja auch völlig historisch, schauen wir uns Meyers Stahlstreifen LS und den Dussaken an. Nur gab es früher keine Pokale, sondern Bargeld.

Ich finde hierbei Fechten mit Holzdussaken am besten, da kommt man dem Fechten mit einem Holzstock sehr nahe, was sich auch heute noch im SV-Bereich verwerten lässt. Platzwunden und Knochenbrüche lassen sich kaum vermeiden, sind aber besser als Verletzungen durch Stahlwaffen.

Mit Sicherheit waren das holde Weib dem Sieger der Fechtschul gewogen, "Schmisser" ist ein Wort das direkt daraus deutet und aus dem schlagenden (Fuck) Verbindungen herrührt. "Rühren" heißt bekanntlich mit der Waffe treffen, nicht anfassen.

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Re: Präsenz auf Turnieren???

Beitragvon OliverJ » Montag 28. April 2014, 12:23

Richard Cole hat geschrieben:Gott der Gerechte.
...
Fechtergruß


Ich schließe mich an: Gott der Gerechte!!!

Was mich aber dann eher interessieren würde, wäre z.B. ein "Erlebnisbericht" von denen die da waren, schreiben ja auch schonmal hier im Forum. Das wär dann auch mal eine Antwort auf die Eingangsfrage.
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Re: Präsenz auf Turnieren???

Beitragvon Richard Cole » Dienstag 29. April 2014, 14:04

Es ist nichts gegen Gedengel einzuwenden - wie getippt, es ist völlig historisch, es ist nur die Frage, in wie Fern es der KK dienlich ist.

Mir persönlich gefällt da Buhurt besser, es ist brutaler und verwendet, in unserer Ausführung, nur gepolsterte Holzwaffen.

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Re: Präsenz auf Turnieren???

Beitragvon OliverJ » Dienstag 29. April 2014, 14:09

Richard Cole hat geschrieben:Es ist nichts gegen Gedengel einzuwenden - wie getippt, es ist völlig historisch, es ist nur die Frage, in wie Fern es der KK dienlich ist.

Mir persönlich gefällt da Buhurt besser, es ist brutaler und verwendet, in unserer Ausführung, nur gepolsterte Holzwaffen.

Fechtergruß


So klingt das auch schon anders.
Die Frage war nur, warum du das erst so ausdrücken musstest, wie du es getan hast.
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Re: Präsenz auf Turnieren???

Beitragvon Richard Cole » Dienstag 29. April 2014, 14:15

Un-er-träg-liche An- glizis-men

Ich bin Engländer und höre in D-Land jeden Tag, wie meine Sprache, die wie Bayrisch ein Dialekt des Deutschen ist, von Deutschen völlig irrig und phonetisch katastrophal benutzt wird. Die Bayern verwahren sich gegen so etwas.

Stelle dir ein paar Texaner vor, die deutsche Wörter völlig aus dem Zusammenhang benutzen, jeden Tag, überall. Ohne den Inhalt zu verstehen.

So werden in D-Land Anglizismen benutzt, es wird Denglisch genannt. In England gibt es einen ähnliche Entwicklung, die wir Engländer Germish nennen.

Deswegen tippe ich hier, in einem deutschsprachigem Forum, Deutsch.

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Re: Präsenz auf Turnieren???

Beitragvon Daniel » Mittwoch 30. April 2014, 12:59

Ich PERSÖNLICH (also meine Meinung) habe kein Interesse an Wettkämpfen. Ich bevorzuge dann schon eher gemeinsame Workshops. Ich hatte schon mal die Ehre bei einem, den die Zornies veranstaltet haben, dabei sein zu dürfen.
So eine Veranstaltung hat damit bestimmt gemeinsam, dass man auf Gleichgesinnte trifft und fachsimpeln kann. Wenn sich dort die Teilnehmer noch um Blut/Ehre/Geld/Pokale/ Frauen ( ;) ) dengeln wollen, dann bittesehr...
Fazit für mich persönlich: auf ein HF - Turnier wird es mich nicht unbedingt ziehen, ich würde eher ein Seminar/Workshop besuchen wollen
Seid furchtbar und wehret Euch
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Re: Präsenz auf Turnieren???

Beitragvon jpk » Freitag 2. Mai 2014, 22:05

Also die großen Events bieten eigentlich für jeden etwas. Da gibt es Bullshido, Turnier, aber auch Leute, die ihre Hausaufgaben gemacht haben. Schon lange habe ich gemeint, dass ich nicht mehr viel auf solchen Events lernen kann, bis mich Roger Norling mit seinem Stangen Workshop vor Kurzem in Florenz eines besseren belehrte. Der war gut gemacht und inhaltsschwer.

Wer wegen der Turniere hingeht, ist IMHO selber schuld. Aber man kann auch sein Spaß haben und eines mitmachen. Einen Schaden nimmt man meist nicht.
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Re: Präsenz auf Turnieren???

Beitragvon OliverJ » Samstag 3. Mai 2014, 09:27

jpk hat geschrieben:Also die großen Events bieten eigentlich für jeden etwas. Da gibt es Bullshido, Turnier, aber auch Leute, die ihre Hausaufgaben gemacht haben. Schon lange habe ich gemeint, dass ich nicht mehr viel auf solchen Events lernen kann, bis mich Roger Norling mit seinem Stangen Workshop vor Kurzem in Florenz eines besseren belehrte. Der war gut gemacht und inhaltsschwer.


Wer mit einer gewissen Einstellung hingeht und nicht mit den Leuten redet ist dann auch selber Schuld.
Am Ende bekommt man in der Regel was man sucht, Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.
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Re: Präsenz auf Turnieren???

Beitragvon Richard Cole » Montag 5. Mai 2014, 07:06

Äpfel und Birnen.

Diskurs und Austausch machen wir im FFM ständig - dafür muss man keine 1000 Kilometer reisen. Ich bin mit HF Leuten im Kontakt, Taiji Leuten, Ing Un und immer wieder auch Karate Leute - die meisten werden recht schnell meine Schüler.

Turnier/ Tjost/ Buhurt - wenn wir sonntäglichen Buhurt fechten findet da zumeist mehr Gefecht statt, als in allen "Treffen" (den Gegner treffen und verletzen), die ich besuchte.

Außerdem haben wir den Vorzug Wurfspeere zu schleudern.

Ich würde gerne unser Heldentraining beim Sportschießen einführen. Eric fand das gut - nur wird die Sportordnung verhindern, dass wir auf dem Schießstand Schützen mit Wurfspeeren bewerfen.

Beim Dengeln ist der Geist wichtiger als die Tätigkeit (könnte ein asiatisches Pseudometaphysikzitat sein).

Beim Buhurt fechten wir aus Spaß am Fechten.

Es ist elendig anstrengend, recht brutal, macht aber viel Spaß. Anstrengend und brutal finden die meisten Leute nicht sehr gut.

Wir hatten mal zwei Holmgänger zu Besuch, die nach 15 Minuten am Ende ihrer Kraft waren - außerdem wurden sich hagelmässig getroffen.

Kampf ist immer ein soziales Ereignis - beim Dengeln liegt über dem reinen Konflikt eine schützende Schicht aus Fürsorge, Mitgefühl und Respekt.

Leider sehen das viele, die ich traf, anders, und glauben Dengeln hätte irgend was mit reinem Konflikt zu tun.

Beim Dengeln lernt man nicht so sehr viel über den Umgang mit Gewalt (Eric nannte dies "Gewaltkompetenz"). man lernt mehr über Psychologie. Mit den richtigen Leuten macht das eine Menge Spaß und ist körperlich fordend - etwa auf der Stufe von Rugby, dass ja gezielt als Kampfspiel im Mannschaftsverband entwickelt wurde. Unser Buhurt haut in dieselbe Kerbe.
Das Original hatte denselben Ursprung, nur eben unter der Miteinbeziehung von Todesfolge, weil mit militärischem Hintergrund.

Auf den Veranstaltungen sah ich eher Leute, die aus anderen Gründen fochten - aus allen möglichen Gründen - die aber keine Schnittmenge mit dem Vorgenannten hatten.


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